Neues Boot, neues Glück

Bevor ein Jahr verstrichen ist ohne aktuellen Blogeintrag, haue ich wieder einmal in die Tasten. Nicht, dass ich dies nicht mehr so oft täte, denn verbunden mit meinem Studium schreibe ich so viel wie noch nie zuvor. Doch nicht nur für das Studium, auch für die Südostschweiz Zeitung durfte ich letzten Sommer einige Artikel verfassen. Dazu kommt der regelmässige Newsletter für Gönner, Sponsoren und Freunde. Falls auch du gerne aktuelle Infos erhalten willst, kannst du dich gerne unter fabiowyss@hotmail.com für meinen Newsletter anmelden!

Das Studium hat auch mein sportliches Engagement ziemlich verändert. Von bis zu 30h Training pro Woche als Profi reduzierte sich mein wöchentlicher Trainingsaufwand auf aktuell knapp zehn Stunden. Trotzdem gelang es mir, diese Saison mein Niveau einigermassen zu halten. Ich war neu im Kajak-Zweier unterwegs mit Stefan Domeisen. Dabei gelang uns diese Saison ein zehnter Rang an der EM in Plowdiw (BUL) und eine persönliche Zweier-Bestzeit von 3:16.313. Leider wollte es zum Saisonhöhepunkt nicht mehr so richtig klappen und wir schieden an der WM im Halbfinale aus und konnten uns somit nicht unter den besten 18 klassieren. Im Einer startete ich diese Saison international über die 5000m und erreichte an der EM mein bisher bestes Resultat in Europa mit Rang acht. An der WM erreichte ich mit Rang 15 immerhin mein Minimalziel. National gelangen mir einige gute Wettkämpfe – auch wenn an der SM meine vierjährige Siegesserie über 200m riss. Über 500m, 1000m und 5000m blieb ich weiterhin ungeschlagen. Der letzte Sieg der Saison war der am härtesten erkämpfte. Ich durfte auf dem heimischen Vierwaldstättersee nach spannenden 42km mit vielen Führungswechseln und einem zwischenzeitlichen Rückstand von über zwei Minuten als erstes Einerkajak die Ziellinie überqueren und freute mich enorm. Ein langes Interview darüber und anderen Dingen findet man auf Tele 1: http://www.tele1.ch/sendungen/3/sport#397755_1

Nun bin ich wieder im Trainingsaufbau für die Saison 2018. Einer Saison der Entscheidung. Mit einem neuen Zweierpartner werde ich nächsten Frühling ins internationale Geschehen eingreifen. Andri Summermatter bringt frischen Wind in meine Karriere. Der 23-Jährige vom KC Schaffhausen ist mein Bezwinger über 200m an der SM und bringt jene Schnellkraft ins Boot, welche mir fehlt. Wir haben bisher noch keine gemeinsamen Wettkämpfe bestritten und nur wenige Trainings absolviert. Dies macht die Ausgangslage spannend für nächstes Jahr. Da wir genügend Angewöhnungszeit haben, sind wir aber sehr zuversichtlich und jetzt schon gespannt. Wie bereits angetönt ist es für mich eine entscheidende Saison. Nächstes Jahr werde ich festlegen, ob ich voll auf die Karte Sport für Tokio 2020 setzen will oder mich auf mein Studium konzentriere. Jetzt schon ist klar, dass es keine leichte Entscheidung wird und, dass ich im neuen Boot alles dafür geben werde, um möglichst gute Argumente für eine Fortsetzung der Karriere liefern zu können.

cuttedMarathon

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