Da das Wetter die letzte Woche und auch momentan noch schweinekalt ist und an sinnvolles Wassertraining nicht zu denken ist, bin ich immer noch viel Anderes am machen. Letzte Woche habe ich es zwei Mal aufs Wasser gewagt. Jeder der schon mal im Rennsportboot gepaddelt ist bei Bise und Temperaturen zwischen -5 und -10 Grad weiss, dass dies kein Spass macht, deswegen möchte ich auch nicht weiter darauf eingehen. Ich habe stattdessen einige sehr gute Krafttrainings gemacht, langweiliges Indoortraining und zwei tolle Langlaufrennen. Am Mittwoch gings ins Eigenthal an einen kleinen Nachtlanglauf mit ca. 40 Starter. Die 6km bei eisigen Temperaturen liefen nicht so wunschgemäss. Ich fühlte mich während des ganzen Rennen ziemlich schlapp und meine Technik war auch kein Augenschmaus, da ich doch schon länger nicht mehr gelaufen bin davor. Trotzdem reichte es insgesamt für den 9. Rang aller Klassierten, ein guter Test für den Sonntag, denn am da lief ich erstmals den Marathon in Einsiedeln.

Herr Wyss mit der Startnr. 109
Im Jahr 2009 lief ich den Halbmarathon an selber Stätte und damals war es noch unvorstellbar für mich, zwei Mal diese 21km Runde zu absolvieren. Nun drei Jahre später und ein paar Langlaufkilometer mehr auf dem Buckel ist also die Zeit gekommen. Bei -16 Grad startete um 09.30 der Marathon. Ich fühlte mich einiges besser als noch am Mittwoch und versuchte am Massenstart mit viel Kraft nach vorne zu kommen. Leider stürzte ich nach ca. 200m durch einen blöden Eigenfehler, manchmal vergesse ich eben die Koordination, wenn die Kraft mit mir durchgeht. Trotzdem fand ich dann gut in mein Rennrhytmus und überholte Läufer um Läufer. Nach ca. 6km hatte ich meine vermutlich beste Position während des ganzen Rennens, ich führte eine Gruppe an, nachdem ich in einer Steigung viele Plätze gut machte. Danach ging es das erste Mal runter und die Leute überholten mich mit viel Tempo. Dies frustrierte etwas, weil es mir aufzeigte, dass ich wohl einen ziemlich langsamen Ski habe. Das Spiel wiederholte sich dann einige Male. Mit meinen Steigungen und auch den flachen Abschnitten bin ich aber zufrieden. Nach der ersten Runde zog ich das Tempo an, überholte einige Läufer und wechselte die Führungsarbeit mit einem routinierten Clublangläufer ab. Als es dann wieder das erste Mal runterging, wieder dieselbe Geschichte und vor dem Ziel ging es leider wieder runter und ich war total erschöpft. Die Lungen schmerzten wegen der Kälte, die Beine brannten und mein Oberkörper, auf den eigentlich immer Verlass ist, wollte auch nicht mehr. Schlussendlich kam ich als 79. mit einer Zeit von 2:12.56 und einem Rückstand auf die Spitze von 24 Minuten und 52 Sekunden ins Ziel. Damit bin ich erstmals sehr zufrieden, besonders weil mir das Rennen aufzeigte, dass die Physis auf einem sehr guten Stand ist. Mein Ziel für die Zukunft ist den Einsiedler unter 2 Stunden zu laufen, ich denke dies ist möglich, mit richtig schnellen Bedingungen, einem guten Ski und noch ein paar Kilometer mehr auf dem Schnee.

Im Aufstieg
Daran arbeite ich denn auch gerade, seit langer langer Zeit, verbringe ich wieder einmal mit meinen Eltern einen Urlaub. Im liechtensteinischen Steg, lebte bis Anfang der 90er Jahre mein Onkel und Langlaufass Hans-Beat, deswegen verbrachten wir regelmässig Winterferien, aber daran kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Trotzdem schön wieder einmal hier zu sein und aus dem vielen Schnee und der klirrenden Kälte das Beste machen und zwei Mal täglich Skilanglauf zu machen. Bald geht es nach Skradin (CRO) ins nächste Trainingslager und ich freue mich enorm auf die Schinderei auf dem Wasser und hoffentlich auch Wärme, die mich dort erwartet!







